Mein Senf zu: Red Dead Redemption
18. März 2010 at 10:41 Hinterlasse einen Kommentar
Eigentlich war das nachfolgende Preview als Auftragsarbeit vorgesehen, doch aus der Veröffentlichung wurde nichts… Daher erscheint der Artikel nach langer “Auszeit” auf meiner eigenen Seite!
Viel Spaß beim Lesen!

John Marston ist ein Cowboy wie aus dem Bilderbuch: den Stetson-Hut tief ins stoppelbärtige Gesicht gezogen, seine Winchester lässig auf dem Rücken tragend und eine Hand immer in Reichweite des Colts. Der Held aus Rockstar San Diegos Wildwest-Spektakel Red Dead Redemption scheint allerdings das Unheil magisch anzuziehen. Dabei hoffte der einstige Outlaw, seine Vergangenheit längst hinter sich gelassen zu haben. Doch die alten Geister holen Marston wieder ein… Es wird Zeit sich seiner Vergangenheit zu stellen und die alten „Freunde“ zur Strecke zu bringen.
Rauchende Colts
Wir reiten mit Marston auf dem Rücken seines Pferdes standesgemäß durch die Weiten der staubigen Prärie. Und diese ist in dem Open-World-Titel nahezu grenzenlos. Doch wer glaubt, dass die Umgebung staubtrocken oder auf Dauer gar öde und langweilig sei, hat sich geschnitten. Der Wilde Westen ist in drei unterschiedliche Regionen unterteilt, wie man es beispielsweise auch aus GTA IV’s, Liberty City, kennt. Diese unterscheiden sich neben ihrer optischen Erscheinung natürlich auch durch ihre Bewohner: beispielsweise mexikanische Gringos, Indianer oder einfache Pioniere. Die Entwickler versprechen hunderte individueller Charaktere mit jeweils eigenem Persönlichkeitsbild.
Das zeigt sich auch darin, dass Menschen ihre Einstellung uns gegenüber ändern. Helfen wir in einer Mission dem Sheriff, einen Strauchdieb zur Strecke zu bringen und liefern den Burschen lebendig ab, stehen wir bei dem Western-Cop höher im Kurs, als wenn wir den Gauner im Leichentuch abliefern. Gleiches gilt auch für den Rest: Helfen wir den Siedlern oder Farmern, können wir auch auf deren Unterstützung bauen. Rauben wir aber die Postkutsche aus und gebären uns als schießwütiger Desperados, traut uns niemand mehr über den Weg und ruckzuck findet sich unser Konterfei auf einem Steckbrief wieder. Jede Handlung und jedes Blutvergießen hat seine Konsequenzen. Ihr habt die Wahl zwischen strahlendem Helden oder gesuchten Outsider.
Wild Wild West
Neben allerlei Halunken lauern auch allerlei tierische Gefahren auf den Helden, angefangen bei der bissigen Klapperschlage bis hin zu bärbeißigen Grizzly. Das bekommen wir am eigenen Leib zu spüren, als wir das Westernstädtchen Armadillo wieder verlassen und durch die Prärie galoppieren. Plötzlich steht uns ein grimmiger Grizzlybär im Weg. Bis wir das Gewehr am Anschlag und das „Problem“ gelöst haben, hat uns Meister Petz bereits ein paar ordentliche Prankenhiebe verpasst.
Doch statt den nächsten Doc aufzusuchen und unsere Wunden verarzten zu lassen oder ein Medikit zu vernaschen, warten wir einfach ab. Denn ähnlich wie in vielen aktuellen Actionspielen, regeneriert sich unser Zustand von alleine. Das gilt auch in hitzigen Duellen: einfach ein paar Sekunden in der sicheren Deckung verweilen und schon ist Marston wieder putzmunter!
High Noon
Was wir bislang von Red Dead Redemption gesehen haben, macht Bock auf mehr! Die Atmosphäre im Spiel ist einfach genial und zu keiner Zeit kitschig oder überladen. Nach wenigen Minuten fühlt man sich in die Zeit von Billy the Kid, Doc Holiday oder Wyatt Earp zurückversetzt.
Wir freuen uns jedenfalls auf den Release am 30. April und laden schon mal unseren Peacemaker durch!
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